Deutschland wird digitalisiert. Viele Behörden, Organisationen, Banken, Versicherungen und vor allem die Krankenkassen bieten ihren Kunden die Möglichkeit, ihre privaten Angelegenheiten online zu erledigen. Dabei wird oft übersehen, dass dies eher eine Belastung für die Kunden darstellt, anstatt – wie behauptet – eine Entlastung zu sein.
In der Praxis ist Deutschland eine digitale Wüste mit vielen Oasen, die alle einen eigenen Zugang erfordern. Darüber werde ich einen separaten Post schreiben.
Ein Beispiel für solche Zugänge sind digitale Zertifikate, wie man sie etwa von Elster, der Online-Steuererklärung, kennt. Bei der Anmeldung wird dort neben Namen und Passwort auch eine Datei benötigt, mit der man sich digital beim Finanzamt identifiziert.
Zertifikate gibt es in verschiedenen Formaten. Professionelle Anbieter stellen solche Zertifikate für Personen und Computer aus und übernehmen auch das Hosting. Diese Anbieter gelten als vertrauenswürdig, weshalb ihre Zertifikate von anderen akzeptiert werden. Dafür verlangen sie in der Regel monatliche Gebühren zwischen 5 und 10 Euro. Auch dazu werde ich noch einen Beitrag verfassen.
In manche Fälle, wird das Zertifikat von ein Anbieter bereitgestellt. Dies muss man selbst installieren. Das is der Fall mit dem selbsterstelltem Zertifikat der Fritzbox, in diesem Fall Fritzbox 7590AX
Der Zugriff auf die Verwaltungsplattform der Fritzbox erfolgt üblicherweise über http://fritz.box. Gibt man diese Adresse im Browser ein, erscheint eine Warnung, dass der Zugang unsicher ist, da die gesamte Kommunikation unverschlüsselt abläuft. Nach diese Warnung, kann man zwar weitergehen und erreicht die Verwaltungsplattform.
Der Grund ist dass der Fritzbox ein selbsterstelltes Zertifikat verwendet was dem Rechner nicht anerkennt. Dieses Zertifikat muss man „importieren“
Da es mir einiges Kopfzerbrechen gekostet hat diese Zertifikat zu importieren, habe ich meine Vorgehensweise hier beschrieben.
Schritt 1: Das Zertifikat in der Fritzbox abholen
Nachdem man die Warnung auf http://fritz.box übersprungen hat, erscheint das Loginfenster der Fritzbox. Nach erfolgreicher Anmeldung klickt man auf Internet >> Freigaben >> Fritz!Box-Dienste. Auf dieser Seite findet man einen Button „Zertifikat herunterladen“, den man auf dem lokalen Computer speichert.
Schritt 2 Das Zertifikat in Windows importieren.
Leider gibt es kein Hilfsprogramm für den Import eines Zertifikats, daher muss dies mit den Bordmitteln von Windows durchgeführt werden. Im Suchfenster auf der Taskleiste gibt man ein:
Windows-taste R. E
Es erscheint ein kleines Fenster worin man „Systemsteuerung“ (control panel) schreibt und OK klickt. In dem Fenster Systemsteuerung klicke auf dem Link „Internetoptionen“ wonach man folgendes Fenster sieht.

In diesem Fenster auf dem Tab „Inhalte“ klicken wonach folgendes Fenster erscheint.

In diesem Fenster auf dem Tab Zertifikate klicken wonach eine Liste von Zertifikate erscheint.

In diesem Fenster auf den TAB „Vertrauenswürdige Herausgeber“ klicken und das Zertifikat der Fritzbox übertragen.
Danach zweimal Bestaetigung und der Warnung am Ende ueber gehen.
Jetzt kann man mit https://fritz.box oder direkt mit fritz.box in der URL auf dem Verwaltungsplattform der Fritzbox anmelden.